Die Galápagos-Inseln und das Aldabra-Atoll der Seychellen sind Heimat der größten Landschildkröten der Welt. Das schwerste bekannte Männchen der Galápagos-Riesenschildkröte in Menschenobhut wog etwa 422 Kilogramm (Quelle). Die größte lebende Schildkröte überhaupt lebt dagegen im Meer: die Lederschildkröte. Doch viele dieser Tiere sind heute bedroht, weil sie früher gejagt wurden und ihr Zuhause verloren ging.
Inhalt
Wichtige Erkenntnisse
- Die größten modernen Süßwasserschildkröten wie die Jangtse-Riesenweichschildkröte sind vom Aussterben bedroht. Von ihr waren im April 2023 nur noch zwei Männchen bekannt (Quelle).
- Die Arrauschildkröte aus Südamerika erreicht bis zu 107 Zentimeter Panzerlänge und 90 Kilogramm (Quelle).
- Die Aldabra-Riesenschildkröte und die Galápagos-Riesenschildkröte gehören zu den größten Landschildkröten der Welt.
- Die größte bekannte Schildkrötenart aller Zeiten war die ausgestorbene Archelon, die vor etwa 72 Millionen Jahren lebte und bis zu 4,5 Meter lang wurde (Quelle).
- Übernutzung und Lebensraumzerstörung bedrohen viele dieser einzigartigen Riesenschildkröten.
Größte Schildkröte der Welt: im Meer die Lederschildkröte
Die Galápagos-Riesenschildkröte (Chelonoidis niger) gehört zu den größten Landschildkröten der Welt. Sie lebt auf den Galápagos-Inseln. Freilebende Männchen erreichen bis zu 95 Zentimeter Panzerlänge, das schwerste bekannte Männchen in Menschenobhut wog etwa 422 Kilogramm (Quelle).
Die Aldabra-Riesenschildkröte (Aldabrachelys gigantea) lebt fast ausschließlich auf dem Aldabra-Atoll der Seychellen. Die größten Männchen erreichen bis zu 122 Zentimeter Panzerlänge und bis zu 250 Kilogramm (Quelle).
Die Lederschildkröte (Dermochelys coriacea) ist die größte lebende Schildkröte. Ihr Panzer wird bis zu 2,5 Meter lang, das Gewicht liegt bei über 700 Kilogramm. Das Rekordtier, das in Wales angespült wurde, wog 916 Kilogramm (Quelle). Doch auch diese Meeresschildkröten sind durch Plastik, Klimawandel und Fischerei gefährdet.
Jonathan: die älteste lebende Landschildkröte der Welt
Jonathan, eine Seychellen-Riesenschildkröte, gilt als die älteste lebende Landschildkröte der Welt. Er lebt seit 1882 auf der Insel St. Helena, damals war er schätzungsweise 50 Jahre alt.
Man schätzt, dass Jonathan um 1832 geschlüpft ist. Er hat viele historische Ereignisse wie den amerikanischen Bürgerkrieg und zwei Weltkriege erlebt.
Jonathan hat seine Sehkraft und seinen Geruchssinn verloren, hört aber sehr gut. Eine Meldung über seinen Tod im April 2026 wurde schnell dementiert, ein Video zeigte ihn beim Fressen von Bananen (Quelle, Stand: April 2026).
Schildkrötenschutz: Rettung, Erhaltungszucht und Auswilderung
Viele Schildkrötenarten sind durch Überfischung, Habitatzerstörung und Klimawandel stark gefährdet.
Bedrohungen für Schildkröten und Meereslebewesen
Meeresschildkröten leiden unter Plastikabfällen und verlorenen Fischernetzen. Der Klimawandel verändert die Temperaturen der Strände, wo Schildkröten ihre Eier legen. Der Verlust von Lebensräumen und Überfischung gefährden viele Schildkrötenarten.
Initiativen zum Artenschutz
Es gibt Schutzprogramme, die bedrohte Schildkrötenarten und ihre Lebensräume schützen.
Der Welt-Schildkröten-Tag am 23. Mai, im Jahr 2000 von der Organisation American Tortoise Rescue ins Leben gerufen, erinnert an den Schutz von Schildkröten (Quelle).
Peter Praschags Organisation Turtle Island mit Hauptsitz in Graz verbindet Rettung, Forschung, Erhaltungszucht und Wiederauswilderung bedrohter Schildkrötenarten (Quelle).
Fazit: Die größten Schildkröten brauchen Schutz
Die Lederschildkröte ist die größte lebende Schildkröte, an Land gehören die Galápagos-Riesenschildkröte und die Aldabra-Riesenschildkröte zu den größten Arten.
Viele dieser Riesenschildkröten sind durch Menschen gefährdet. Projekte wie Turtle Island setzen auf Rettung, Erhaltungszucht und Wiederauswilderung.
Es ist entscheidend, die letzten Exemplare zu schützen. So bleiben diese Tiere auch für die Zukunft erhalten.

