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Größte Hornisse der Welt » Riesen unter den Insekten

von Redaktion zeitundwelt
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Die Asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia) ist die größte Hornisse der Welt. Ihre Königinnen werden bis zu 55 Millimeter lang, die Flügelspannweite beträgt rund 76 Millimeter.

Für Bienenvölker ist sie ein gefährlicher Räuber. Nicht zu verwechseln ist sie mit der kleineren Asiatischen Hornisse (Vespa velutina), die sich seit einigen Jahren in Europa ausbreitet.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia) ist die größte Hornisse der Welt.
  • Ihre Königinnen werden bis zu 55 Millimeter lang, die Flügelspannweite beträgt rund 76 Millimeter.
  • Sie jagt Honigbienen und tötet dabei im Durchschnitt 40 Bienen pro Minute.
  • In Europa kommt sie nicht vor. Hier breitet sich die kleinere Asiatische Hornisse (Vespa velutina) aus, seit 2014 auch in Deutschland.

Größte Hornisse der Welt: Vespa mandarinia mit bis zu 55 mm

Die Asiatische Riesenhornisse, auch bekannt als Vespa mandarinia, ist die größte Hornissenart. Königinnen erreichen eine Körperlänge von bis zu 55 Millimetern. Arbeiterinnen sind etwas kleiner, mit 27 bis 45 Millimetern. Die Flügelspannweite beträgt rund 76 Millimeter, der Giftstachel ist 6 Millimeter lang (Quelle).

Merkmale der Asiatischen Riesenhornisse

Die Asiatische Riesenhornisse hat ein auffälliges Aussehen. Ihr Kopf ist orange, die Augen sind dunkel.

asiatische riesenhornisse

Verbreitung: Die Riesenhornisse lebt in Ost- und Südasien

Die Asiatische Riesenhornisse kommt von Japan und Korea über den Südosten des asiatischen Russlands und China bis nach Nepal, Bhutan, Indien und Sri Lanka vor. In Japan lebt die Japanische Riesenhornisse.

In Nordamerika gab es ab 2019 Sichtungen, seit 2022 aber keine bestätigte mehr. Meldungen aus Europa beruhen auf Verwechslungen mit anderen Hornissenarten wie Vespa velutina (Quelle).

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) wurde vermutlich 2004 nach Südwestfrankreich eingeschleppt. Zehn Jahre später, 2014, wurde sie erstmals in Deutschland nachgewiesen. Seitdem breitet sie sich aus und ist auch in Großbritannien und anderen europäischen Ländern zu finden (Quelle).

Verbreitung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) in Europa Daten
Erste Sichtung in Europa vermutlich 2004 in Südwestfrankreich
Erste Nachweise in Deutschland 2014 in Rheinland-Pfalz (Büchelberg) und Baden-Württemberg (Waghäusel)
Weitere Ausbreitung in Europa Portugal (2011), Ligurien (2012), Großbritannien (2016)
Status in Europa Seit 2016 auf der EU-Liste invasiver Arten

Verbreitung der Asiatischen Riesenhornisse

Gift der Riesenhornisse: viel Acetylcholin

Das Gift der Asiatischen Riesenhornisse enthält eine hohe Konzentration an Acetylcholin (Quelle).

Die Asiatische Riesenhornisse kommt in Deutschland nicht vor. Hier breitet sich die verwandte, kleinere Asiatische Hornisse (Vespa velutina) aus. Sie gilt in Europa gegenüber Menschen nicht als aggressive Art, ein Risiko besteht vor allem in der Nähe ihres Nestes (Quelle).

Jagdverhalten: 40 getötete Bienen pro Minute

Die Asiatische Riesenhornisse jagt andere Insekten, vor allem Honigbienen.

Zuerst markieren Späherinnen die Bienennester mit Duftstoffen, den Pheromonen. Dann greifen weitere Hornissen das Nest gemeinsam an und töten dabei im Durchschnitt 40 Bienen in einer Minute (Quelle).

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Koordinierte Angriffe auf Bienenvölker

Japanische Honigbienen wehren sich mit einer „Hitzekugel“: Sie umschließen Späherinnen der Hornissen und erzeugen im Inneren über 45 °C, woran die Hornissen sterben (Quelle).

Asiatische Hornisse in Europa: Sichtungen an die Behörden melden

In Europa ist nicht die Riesenhornisse, sondern die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) das Problem. Sie ist nach der EU-Verordnung 1143/2014 eine invasive gebietsfremde Art. In Baden-Württemberg sollen Sichtungen mit genauem Fundort, Funddatum und Foto gemeldet werden. Für Managementmaßnahmen sind dort die höheren Naturschutzbehörden in den Regierungspräsidien zuständig (LUBW).

Deutschland hat die Art im März 2025 als etabliert eingestuft. Damit gilt statt einer Pflicht zur Beseitigung ein Management der Bestände (Quelle).

Schutzmaßnahme Beschreibung
Melden von Sichtungen Sichtungen mit Fundort, Funddatum und Foto an die zuständige Stelle des Bundeslandes melden.
Managementmaßnahmen In Baden-Württemberg zuständig: die höheren Naturschutzbehörden in den Regierungspräsidien.

Der Umgang mit invasiven Arten wie der Asiatischen Hornisse erfordert die Zusammenarbeit von Behörden, Forschern und Bürgern.

Verwechslung: Vespa velutina ist kleiner als die heimische Hornisse

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) wird oft mit der Asiatischen Riesenhornisse verwechselt, ist aber eine andere Art. Sie ist kleiner und dunkler als die heimische Hornisse (LUBW).

Im Spätsommer und Frühherbst können Honigbienen den Großteil ihrer Beute ausmachen, was Bienenvölker schädigen kann (LUBW).

Art Körpergröße Verbreitung
Europäische Hornisse (Vespa crabro) Königinnen 23 bis 35 mm, Arbeiterinnen 18 bis 25 mm (Quelle) Gemäßigte Zonen Europas und Asiens, vom Atlantik bis Sachalin, Korea und Japan
Asiatische Hornisse (Vespa velutina) Königinnen etwa 30 mm, Arbeiterinnen 17 bis 24 mm Asien, vermutlich seit 2004 in Europa, seit 2014 in Deutschland
Asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia) Königinnen bis zu 55 mm, Arbeiterinnen 27 bis 45 mm Ost- und Südasien, nicht in Europa
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Fazit: Die Riesenhornisse fehlt in Europa, Vespa velutina nicht

Die Asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia) ist die größte Hornissenart der Welt und ein gefährlicher Räuber für Honigbienen. In Europa kommt sie nicht vor.

In Europa breitet sich dagegen die kleinere Asiatische Hornisse (Vespa velutina) aus. Sichtungen lassen sich den zuständigen Stellen des Bundeslandes melden.

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