Das Isländische Phallologische Museum in Reykjavik bezeichnet sich selbst als das einzige echte Penismuseum der Welt (phallus.is). Es zeigt je nach Angabe rund 280 bis über 300 Penisse von 93 bis mehr als 100 Säugetierarten. Sie reichen von einem 2 Millimeter kleinen Hamster-Penisknochen bis zu einem 170 Zentimeter langen Pottwal-Präparat (Quelle).
Inhalt
Wichtigste Erkenntnisse
- Das Penismuseum in Reykjavik zeigt je nach Angabe rund 280 bis über 300 Penisse von 93 bis mehr als 100 Säugetierarten.
- Die Sammlung reicht vom Hamster bis zum 170 Zentimeter langen Pottwal-Präparat.
- Seit 2011 besitzt das Museum auch ein menschliches Präparat.
- Der Amerikaner Jonah Falcon hat dem Museum seinen Penis nach seinem Tod versprochen.
Penismuseum in Reykjavik: je nach Angabe 280 bis über 300 Präparate
Das Museum für Phallologie in Reykjavik zeigt je nach Angabe rund 280 bis über 300 Präparate von Säugetieren aus Island und aus dem Ausland. 2008 waren laut Reuters rund 60 Prozent der Besucher Frauen (Quelle).
Die Sammlung vom Hamster bis zum Pottwal
Zu sehen sind unter anderem Präparate von Walen, Robben, Walrossen, Rentieren, Füchsen, Pferden, einem Eisbären und einem Elefanten. Das kleinste Stück ist der 2 Millimeter lange Penisknochen eines Hamsters, der nur mit einer Lupe zu erkennen ist.
Das Museum zeigt nicht nur Präparate, sondern auch Objekte wie Lampenschirme aus Hodensäcken von Stieren. Das größte Exponat ist die 170 Zentimeter lange und 70 Kilogramm schwere Penisspitze eines Pottwals.
Herkunft der Walpräparate und Geschichte des Museums
Die großen Walpräparate stammen von Walfangstationen und von an der Küste Islands gestrandeten Walen. Gegründet hat das Museum der Lehrer Sigurður Hjartarson 1997 in Reykjavik. 2004 zog die Sammlung in den Fischerort Húsavík im Norden Islands, 2012 kehrte sie unter seinem Sohn Hjörtur Gísli Sigurðsson nach Reykjavik zurück (Quelle).
Das erste menschliche Exemplar: 2011 von einem 95-Jährigen
Dem Penismuseum fehlte lange ein menschliches Präparat. Das erste stammt von dem Isländer Páll Arason aus Akureyri.
Die Geschichte von Páll Arasons Schenkung
Páll Arason starb im Januar 2011 im Alter von 95 Jahren. Der damalige Museumsleiter beschrieb ihn laut NBC News als jemanden, der gern im Mittelpunkt stand und provozierte. Mit seiner Spende wuchs die Sammlung damals auf 276 Präparate (NBC News).
Durchschnitt: laut King’s College London 13,12 Zentimeter erigiert
Wissenschaftler um David Veale vom King’s College London werteten 17 Studien mit über 15.000 Männern aus, bei denen medizinisches Personal nach einem festen Verfahren gemessen hatte. Die durchschnittliche schlaffe Penislänge liegt demnach bei 9,16 Zentimetern, im erigierten Zustand bei 13,12 Zentimetern. Die Arbeit erschien 2015 in der Fachzeitschrift BJU International (EurekAlert!).
Jonah Falcon: 34 Zentimeter nach eigenen Angaben, nie unabhängig geprüft
Der US-Schauspieler Jonah Falcon wurde durch Medienberichte über seinen Penis bekannt. Nach eigenen Angaben ist er erigiert 34 Zentimeter lang. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angabe hat Falcon nicht zugelassen, einen offiziellen Rekord gibt es nicht (Quelle).
Schenkungszusagen von Jonah Falcon und Tom Mitchell
2014 sagte Falcon zu, seinen Penis nach seinem Tod dem Phallologischen Museum in Reykjavik zu überlassen (Quelle). Auch der Amerikaner Tom Mitchell hat eine solche Schenkung zugesagt (Quelle).
Schönster Penis der Welt? Der Elfen-Penis ist unsichtbar
Neben echten Präparaten zeigt das Museum eine Folklore-Abteilung. Der Katalog führt Stücke auf, die angeblich von Elfen, Trollen, Wassergeistern und dem „bösen Geist vom Snæfell“ stammen. Ein Elfenpenis wird als ungewöhnlich groß und alt beschrieben, zu sehen ist er aber nicht: Nach isländischem Volksglauben sind solche Wesen unsichtbar (Quelle).
Bei der Eröffnung umfasste die Sammlung 62 Präparate (NBC News).
Im Phallic Café des Museums gibt es Waffeln in Penisform (Quelle).
Fazit: Hunderte Präparate vom Hamster bis zum Pottwal
Das Penismuseum in Reykjavik zieht Besucher aus aller Welt an. Es zeigt je nach Angabe rund 280 bis über 300 Präparate, vom Hamster bis zum Pottwal.
Das Penismuseum zeigt die Vielfalt der männlichen Genitalien im Tierreich. So wird das Triviale zum Staunen.


