Schnecken reichen von Landschnecken, deren Gehäuse kleiner als ein Millimeter ist, bis zur Riesenkugelbeutelschnecke, deren Gehäuse über 70 Zentimeter lang werden kann. Dieser Artikel stellt die Rekordhalter vor.
Inhalt
Schlüssel-Erkenntnisse
- Angustopila psammion aus Vietnam gehört mit einer Gehäusehöhe von 0,46 bis 0,57 Millimetern zu den kleinsten bekannten Landschnecken.
- Die Riesenkugelbeutelschnecke (Syrinx aruanus) ist die größte lebende Schnecke mit Gehäuse und lebt im Meer.
- Die Riesen-Achatschnecke (Achatina achatina) gilt als größte lebende Landschnecke.
- Weinbergschnecke und Große Fechterschnecke stehen unter Schutz.
Angustopila psammion: Gehäuse kleiner als ein Millimeter
Forscher beschrieben 2022 die Art Angustopila psammion. Ihr Gehäuse ist nur 0,46 bis 0,57 Millimeter hoch und 0,60 bis 0,68 Millimeter breit (Artbeschreibung nach Páll-Gergely et al. 2022). Sie gehört damit zu den kleinsten bekannten Landschnecken der Welt.
Winzige Entdeckung mit großen Erkenntnissen
Die Wissenschaftler fanden die winzige Schnecke in Bodenablagerungen der Cap-La-Höhle in der Halong-Bucht (Provinz Quang Ninh, Vietnam). In derselben Arbeit beschrieben sie eine weitere Art, Angustopila coprologos, aus der Provinz Bolikhamsay in Laos (Zusammenfassung der Studie).
Größte Schnecke der Welt: die Riesenkugelbeutelschnecke im Meer
Die kleinste Landschnecke misst nur einen Bruchteil eines Millimeters. Auf der anderen Seite gibt es riesige Schneckenarten.
Das Gehäuse der Riesen-Achatschnecke (Achatina achatina) wird oft 18 Zentimeter lang, einzelne Exemplare in freier Natur erreichten 30 Zentimeter. Sie gilt damit als größte lebende Landschnecke und stammt aus Küstenregionen Westafrikas (Quelle).
Die Riesenkugelbeutelschnecke (Syrinx aruanus) ist die größte lebende Schnecke mit Gehäuse. Der Rekord für die Gehäuselänge liegt bei 72,2 Zentimetern, früher wurden 91 Zentimeter angegeben. Sie lebt im Meer auf sandigem Grund, im Norden Australiens, in Ostindonesien und Papua-Neuguinea (Quelle).
| Schneckenart | Rekord | Herkunft |
|---|---|---|
| Riesen-Achatschnecke (Achatina achatina) | Gehäuse bis zu 30 Zentimeter, größte lebende Landschnecke | Westafrika |
| Riesenkugelbeutelschnecke (Syrinx aruanus) | Gehäuse bis zu 72,2 Zentimeter, größte lebende Schnecke mit Gehäuse | Nordaustralien, Ostindonesien, Papua-Neuguinea (Meer) |
Mini-Schnecken: Schlammkörnchen auf dem Gehäuse
Auch die winzigen Landschnecken haben Besonderheiten. Bei Angustopila coprologos sitzen winzige Schlammkörnchen in radialen Linien auf der Gehäuseoberfläche. Der Artname bedeutet „Kotsammler“, die Forscher vermuten, dass es sich um Kot handelt (Zusammenfassung der Studie).
Angustopila psammion wiederum wurde in Bodenablagerungen einer Höhle gefunden (Artbeschreibung).
Bedrohte Schnecken: Weinberg- und Fechterschnecke sind geschützt
Viele Schneckenarten sind durch den Verlust von Lebensraum und durch Umweltverschmutzung gefährdet.
Die Weinbergschnecke ist in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, sie zu sammeln (Quelle).
Die Große Fechterschnecke hat ein Gehäuse von 15 bis 31 Zentimetern. Wegen Überfischung ist sie stark gefährdet und steht in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Bei der Einreise in die EU durften laut Quelle (Stand 2013) höchstens drei Gehäuse im persönlichen Reisegepäck ohne Dokumente mitgeführt werden (Quelle).
- Verlust von Lebensraum und Umweltverschmutzung gefährden viele Schneckenarten
- Die Weinbergschnecke ist in Deutschland besonders geschützt
- Die Große Fechterschnecke ist durch Überfischung stark gefährdet
Gefährliche Schnecken: Bilharziose-Wirte und giftige Kegelschnecken
Die meisten Schnecken sind für Menschen harmlos. Bestimmte Süßwasserschnecken spielen aber eine Rolle bei der Bilharziose (Schistosomiasis): Sie geben Larven des Parasiten ins Wasser ab, die bei Kontakt mit befallenem Wasser durch die Haut eindringen (WHO).
Kegelschnecken sind giftig. Sie schießen einen hohlen, mit einer Giftdrüse verbundenen Zahn wie eine Harpune in ihre Beute (Quelle).
Schneckenwelt: von der Großen Achatschnecke bis zum Winzling
Die Schneckenwelt reicht von Riesen wie der Riesenkugelbeutelschnecke bis zu Landschnecken, deren Gehäuse kleiner als ein Millimeter ist.
Vielfalt und einzigartige Anpassungen
Zu den großen Landschnecken gehört die Große Achatschnecke (Lissachatina fulica) aus Ostafrika. Ihr Gehäuse wird bis zu 20 Zentimeter lang, ihr Körper bis zu 30 Zentimeter (Quelle).
Im Gegensatz dazu ist das Gehäuse von Angustopila psammion nur 0,46 bis 0,57 Millimeter hoch.
Fazit: Schnecken reichen vom Millimeter-Winzling bis zum Meeresriesen
Schnecken reichen von der winzigen Angustopila psammion mit einem Gehäuse unter einem Millimeter bis zur Riesenkugelbeutelschnecke im Meer.
Manche Arten wie die Weinbergschnecke oder die Große Fechterschnecke stehen unter Schutz.


