Der Star ist ein häufiger Vogel in Deutschland. Er hat dunkles, schillerndes Gefieder.
Er ist sehr auffällig in Städten und der Kulturlandschaft. Man sieht ihn oft in großen Schwärmen. Diese Schwärme bestehen aus mehreren Tausend Vögeln.
Die Stare sind bekannt für ihren Gesang. Sie bereichern das Vogelkonzert in unseren Städten.
Inhalt
Zentrale Erkenntnisse
- Der Star ist ein häufiger und weit verbreiteter Vogel in Deutschland.
- Er besitzt ein dunkelgefärbtes, schillerndes Gefieder.
- Stare sind oft in großen Schwärmen von mehreren Tausend Individuen zu beobachten.
- Mit ihrem charakteristischen Gesang bereichern die Stare das Vogelkonzert in Städten und Kulturlandschaften.
- Sein Bestand sinkt, auf der Roten Liste gilt er als gefährdet.
Der Star: ein häufiger Vogel mit schrumpfendem Bestand
Der Star ist in Deutschland sehr verbreitet, aber seine Zahl sinkt. Laut NABU schwankt der Bestand je nach Jahr zwischen 3 und 4,5 Millionen Paaren. In nur zwei Jahrzehnten ging rund eine Million Starenpaare verloren.
Bestandsrückgang eines Allerweltsvogels
Früher sahen wir oft Stare in deutschen Städten und Dörfern. Heute sind es deutlich weniger.
Einstufung als gefährdet auf der Roten Liste
In der deutschlandweiten Roten Liste wurde der Star 2015 direkt von „ungefährdet“ auf „gefährdet“ hochgestuft (NABU). Der NABU wählte ihn zum Vogel des Jahres 2018. Die Gründe für den Rückgang werden im nächsten Abschnitt erklärt.
Rückgang der Stare: Es fehlen Brutplätze und Nahrung
Der Rückgang der Stare in Deutschland ist ein ernstes Problem. Er zeigt, wie sich die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit Monokulturen und viel Chemikalieneinsatz hat dazu geführt, dass es weniger Brutplätze und Nahrungsquellen für die Stare gibt.
Stare brauchen natürliche Verstecke wie hohle Bäume, um zu brüten. Doch diese Orte werden immer seltener. Ihre Hauptnahrung, Würmer und Insekten, ist durch Pestizide stark reduziert. Der Rückgang der Insektenpopulationen schadet den Staren sehr, da sie von dieser Nahrung leben.
Das Fällen alter Obstbäume und das Abdichten von Gebäuden nimmt den Staren ihre Nistmöglichkeiten. Auch die Flurbereinigung und der Ausbau von Gewerbegebieten führen zum Verlust wichtiger Rückzugsräume.
Die Veränderungen in der Kulturlandschaft haben die Starenpopulation stark reduziert. Als Hauptgrund nennt der NABU den Verlust und die intensive Nutzung von Weiden, Wiesen und Feldern, auf denen der Star nicht mehr genug Würmer und Insekten findet.
Prachtkleid des Stars: metallisch schillerndes Gefieder mit hellen Punkten
Der Star ist ein prächtiger Vogel. Sein Brutkleid, auch Prachtkleid genannt, zeigt ihn in seiner besten Form.
Schillerndes Gefieder im Prachtkleid
Im Frühjahr sticht das Starenmännchen durch sein metallisch glänzendes Gefieder heraus. Die schwärzlichen Federn haben einen grünen oder purpurnen Metallglanz.
Helle Punkte und Perlmuster
Helle Punkte verzieren vor allem das Prachtkleid des Weibchens. Im Schlichtkleid haben die dunklen Körperfedern weiße bis beigefarbene Spitzen, der ganze Körper erscheint dann hell gepunktet, daher der Name Perlstar (Wikipedia).
Vogelvielfalt in Deutschland: 12,7 Millionen Brutpaare weniger in zwölf Jahren
Leider ist der Star nicht allein. Laut einer Auswertung des NABU aus dem Jahr 2017 hat Deutschland in nur zwölf Jahren rund 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren, ein Minus von 15 Prozent. Rund 20 Prozent der verlorenen Vögel stellt allein der Star. In der Agrarlandschaft gehören Feldlerche, Feldsperling und Goldammer zu den zahlenmäßig größten Verlierern. Ihre Lebensräume gehen durch intensivere Landwirtschaft verloren.
Um die Vogelvielfalt in Deutschland zu schützen, sind Maßnahmen notwendig. Wir müssen ihre Lebensräume schützen.
Vogelreichtum: Von den Alpen bis zum Wattenmeer finden Vögel Lebensraum
Von den Alpen bis zur Nordseeküste finden Vögel in Deutschland ein Zuhause. Diese Vielfalt ist den verschiedenen Lebensräumen zu danken.
Vom Hochgebirge bis zum Wattenmeer
Die Alpen und das Wattenmeer bieten eine beeindruckende Vielfalt. Im Bergwald fühlen sich Greifvögel wie der Steinadler zu Hause. An der Küste finden Wat- und Wasservögel Rast- und Brutplätze.
Feuchtgebiete und Wälder sind auch wichtig für die Vögel. In Städten haben Vögel wie der Mauersegler oder der Haussperling ihre Plätze gefunden.
Wir müssen diese Lebensräume schützen, um die Zukunft der Vögel zu sichern.
Häufigste Brutvögel: Die Amsel liegt knapp vor dem Buchfink
Mit 7,5 bis 9,5 Millionen Brutpaaren galt der Buchfink 2016 als wahrscheinlich zweithäufigste Brutvogelart in Deutschland, nur wenig hinter der Amsel und vor Mönchsgrasmücke und Kohlmeise (Wikipedia).
Der Pirol: selten zu sehen, weil er in den Baumkronen lebt
Nicht alle Vögel in Deutschland sind leicht zu sehen. Der Pirol ist ein Beispiel dafür. Er ist scheu.
Der Pirol ist schwer zu entdecken, weil er in den Baumkronen lebt. Sein leuchtend gelbes Gefieder ist im Sommer besonders hervorzuheben.
Der Pirol: auffallend schön, aber selten zu sehen
Der Pirol ist einer der schönsten Vögel Deutschlands. Sein leuchtend gelbes Gefieder fällt im Sommer auf. Doch er ist für viele ein seltener Anblick.
Er lebt in den Baumwipfeln und ist sehr scheu. Seine leisen Rufe und versteckte Flugweise machen ihn schwer zu finden.
In Deutschland steht der Pirol auf der Vorwarnliste der Roten Liste (Wikipedia).
Um den Pirol zu beobachten, braucht man Geduld. Er bevorzugt Auwälder, Bruchwälder und andere Feuchtwälder in Gewässernähe, kommt aber auch in Parks und Obstgärten vor. Mit Glück kann man seinen Ruf hören, der wie „büloo-büloo“ klingt.
Fazit: Der Star ist schön, aber durch Lebensraumverlust bedroht
Der Star ist ein faszinierender und schöner Vogel in Deutschland. Sein Gefieder und die Schwarmformationen sind beeindruckend. Doch heute ist er bedroht, wegen Landnutzung und Lebensraumverlust.
Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark gesunken. Das zeigt, wie wichtig es ist, Vögel zu schützen.


