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Kältester Ort der Welt » Extreme Bedingungen

von Redaktion zeitundwelt
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Wussten Sie, dass der kälteste dauerhaft bewohnte Ort der Welt Oimjakon im Osten Russlands ist? Der offiziell anerkannte Tiefstwert liegt dort bei -67,8°C, gemessen am 6. Februar 1933. Ein oft genannter Wert von -71,2°C aus dem Jahr 1926 ist nicht offiziell anerkannt (Quelle). Diese extreme Kälte wird durch die umliegenden Gebirgsketten verursacht, welche die warme Luftzufuhr unterbinden. Das Leben in Oimjakon ist von heftigen Temperaturunterschieden geprägt: Im Sommer wurden schon 34,6°C gemessen.

Wichtige Fakten: Oimjakon ist der kälteste bewohnte Ort der Welt

  • Oimjakon in Russland ist der kälteste dauerhaft bewohnte Ort der Welt mit einem offiziellen Kälterekord von -67,8°C (1933).
  • Die extreme Kälte wird durch die umliegenden Gebirgsketten verursacht, die warme Luftzufuhr verhindern.
  • Leben in Oimjakon bedeutet heftige Temperaturunterschiede zwischen Winter und Sommer.
  • Die Küche in Oimjakon ist stark fleischlastig.
  • Trotz der eisigen Temperaturen kann es im Sommer in Oimjakon über +30°C warm werden.

Kältester Ort der Welt: Oimjakon mit Tageshöchstwerten um -42°C im Januar

Oimjakon gilt als der kälteste Ort der Welt, der dauerhaft von Menschen bewohnt wird. Im Januar liegen die mittleren Tageshöchstwerte bei rund -42°C, die mittleren Tiefstwerte bei rund -51°C (Quelle). Ein solches Maß an Kälte stellt die Bewohner vor besondere Herausforderungen.

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Oimjakon, ein Dorf mit 462 Einwohnern (Volkszählung 2010), liegt in der Republik Sacha (Jakutien) im Osten Russlands. Das Dorf ist von Gebirgsketten umgeben, die eine warme Luftzufuhr verhindern und die kalte Luft in der Region einschließen. Die Bewohner von Oimjakon leben in einer außergewöhnlichen Umgebung, die ihren Alltag stark beeinflusst.

Im Sommer hingegen kann es in Oimjakon überraschend warm werden: Der höchste gemessene Wert liegt bei 34,6°C (28. Juli 2010). Dieser Kontrast zwischen den extrem kalten Wintern und den gelegentlich heißen Sommern macht Oimjakon zu einem einzigartigen Ort.

Die kältesten Orte der Welt: Wostok hält den Rekord mit -89,2°C

Neben Oimjakon gibt es weitere extrem kalte Regionen auf der Welt. Die Wostok-Station in der Antarktis gilt als der kälteste Ort der Erde: Am 21. Juli 1983 wurden dort -89,2°C gemessen, die tiefste zuverlässig gemessene natürliche Temperatur der Erde (Quelle). Auch die Amundsen-Scott-Südpolstation in der Antarktis und die North Ice Station in Grönland zählen zu den kältesten Orten der Welt.

Weitere kalte Regionen sind Yukon in Kanada und Prospect Creek in Alaska.

eiswüste antarktis

Die kältesten Orte der Welt im Überblick:

  • Wostok-Station, Antarktis
  • Amundsen-Scott-Südpolstation, Antarktis
  • North Ice Station, Grönland
  • Yukon, Kanada
  • Prospect Creek, Alaska

Das Leben in Oimjakon: beheizte Garagen und Plumpsklos

Das Leben in Oimjakon ist geprägt von extrem kalten Bedingungen. Wegen des gefrorenen Bodens liegen die meisten Toiletten in Außenhäuschen, also Plumpsklos. Beheizte Garagen sind ein Muss, weil sonst das Schmierfett der Autos gefriert, und bei Besorgungen lässt man den Motor laufen. Die Küche ist stark fleischlastig (Quelle).

extrem kalte lebensbedingungen

Gefahren der Kälte: Erfrierungen treffen Finger, Zehen und Gesicht

Extreme Temperaturen können für Menschen, die nicht an kältere Regionen gewöhnt sind, schnell gefährlich werden. Besonders wenn der Gefrierpunkt unterschritten wird und eisige Bedingungen herrschen, bestehen ernsthafte Gesundheitsrisiken.

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Erfrierungen sind örtliche Gewebeschäden durch anhaltende Kälte. Typischerweise betroffen sind Finger, Zehen, Nase, Ohren und Wangen. Eine Unterkühlung dagegen betrifft den ganzen Körper und beginnt mit Kältezittern (Deutsches Rotes Kreuz).

Kälteste Städte der Welt: Ulaanbaatar ist die kälteste Hauptstadt

Die kälteste Hauptstadt der Welt: Ulaanbaatar

Ulaanbaatar in der Mongolei ist die kälteste Hauptstadt der Welt. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei nur 0,2°C, im Januar im Mittel bei -21,3°C, der Tiefstwert von -43,9°C wurde im Januar 1957 gemessen (Quelle). Die Bewohner von Ulaanbaatar haben sich an die Kälte gewöhnt und leben in ihrer frostigen Umgebung.

Weitere kälteste Städte der Welt

Neben Ulaanbaatar gibt es noch andere eisige Städte, die sich durch ihre extremen Temperaturen auszeichnen. Astana, die Hauptstadt von Kasachstan, gilt als zweitkälteste Hauptstadt der Welt. Im Januar liegt die Temperatur dort im Mittel bei minus 14,5 Grad Celsius, der Rekord von minus 51,6 Grad Celsius stammt aus dem Januar 1893 (Quelle). Jakutsk in Russland gilt als kälteste Großstadt der Welt: Im Januar liegt das Mittel bei minus 36,9 Grad Celsius, der Tiefstwert von minus 64,4 Grad Celsius wurde 1891 gemessen (Quelle).

Die kältesten Länder der Welt

Zu den kältesten Ländern der Welt zählt Russland. Das Land erstreckt sich über große Gebiete im Norden, in denen extreme Kälte vorherrscht. Die Mongolei, mit ihrer kalten Hauptstadt Ulaanbaatar, erlebt ebenfalls lange und harte Winter mit Temperaturen, die unter den Gefrierpunkt fallen. Kanada, mit seinen weiten Flächen im Norden, ist ebenfalls eines der kältesten Länder der Welt. Städte wie Winnipeg in Manitoba, die für ihre eisigen Temperaturen bekannt sind, tragen zu diesem Ruf bei.

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StadtMitteltemperatur im JanuarTiefstgemessene Temperatur
Ulaanbaatar, Mongolei-21,3°C-43,9°C (1957)
Astana, Kasachstan-14,5°C-51,6°C (1893)
Jakutsk, Russland-36,9°C-64,4°C (1891)

Kältester Ort in Deutschland: der Funtensee mit inoffiziell -45,9°C

Deutschland ist bekannt für seine gemäßigten Temperaturen, aber es gibt auch einige eisige Orte im Land. Der kälteste Ort in Deutschland befindet sich am Funtensee in Bayern, wo eine Station der Firma Meteomedia am 24. Dezember 2001 eine Temperatur von -45,9°C gemessen hat (Quelle). Die extremen Werte gehen auf die besondere Lage und das Mikroklima der Senke zurück, auch eine Projektstation des Deutschen Wetterdienstes hat dort -45,8°C gemessen. Als offizieller Rekord des Deutschen Wetterdienstes gelten -37,8°C, gemessen am 12. Februar 1929 in Hüll bei Wolnzach (Quelle).

Auch die Zugspitze, der höchste Berg Deutschlands, zählt zu den kalten Orten des Landes. Mit einer tiefsten gemessenen Temperatur von -35,6°C am 14. Februar 1940 (Quelle) ist die Zugspitze ein beliebtes Ziel für winterliche Aktivitäten wie Skifahren und Schneeschuhwandern. Die atemberaubende Landschaft in Verbindung mit den extremen Temperaturen macht die Zugspitze zu einem einzigartigen Ort in Deutschland.

Obwohl Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern keine arktischen Temperaturen hat, zeigen der Funtensee und die Zugspitze, dass auch in Deutschland extrem kalte Orte existieren. Diese Orte sind nicht nur faszinierend, sondern bieten auch die Möglichkeit, die Herausforderungen und Schönheit des kalten Wetters zu erleben. Weitere Ziele finden Sie in unserer Rubrik Reise.

Fazit: Leben in extremer Kälte ist möglich, aber herausfordernd

Der kälteste Ort der Welt, Oimjakon, und andere eisige Regionen zeigen, dass das Leben unter extrem kalten Bedingungen möglich ist, aber auch mit einigen Herausforderungen verbunden ist. Die Bewohner von Oimjakon haben sich an die eisigen Temperaturen gewöhnt. Die extreme Kälte kann jedoch für Menschen, die nicht daran gewöhnt sind, gefährlich sein. Es ist wichtig, sich vor den gesundheitlichen Risiken der Kälte zu schützen und angemessene Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

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