Im März 2024 wurde am Formoso-Fluss bei Bonito im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul eine berühmte Anakonda tot aufgefunden. Das Weibchen, bekannt als „Ana Julia“, war laut Gutachten der Polizei 6,36 Meter lang (Quelle). Zunächst wurde vermutet, sie sei erschossen worden.
Die Untersuchung ergab keine Hinweise auf eine gewaltsame Tötung, Ana Julia starb eines natürlichen Todes. Sie war eine seit Jahren bekannte Anakonda aus Bonito (Quelle).
Inhalt
Wichtige Erkenntnisse
- Die tote Anakonda „Ana Julia“ aus Bonito in Brasilien war 6,36 Meter lang.
- Laut Gutachten starb sie eines natürlichen Todes und wurde nicht erschossen.
- Grüne Anakondas leben in Südamerika östlich der Anden (Quelle).
Nördliche Grüne Anakonda: 2024 beschrieben, heute umstritten
Ein Forscherteam um Jesús Rivas, zu dem auch der niederländische Biologe Freek Vonk gehörte, beschrieb im Februar 2024 im Fachjournal Diversity eine neue Art der grünen Anakonda: Eunectes akayima, die Nördliche Grüne Anakonda (Quelle). Die Reptile Database führt sie inzwischen vorläufig wieder als Synonym der Großen Anakonda, weil sie sich äußerlich nicht von ihr unterscheiden lässt (Quelle).
Anakonda Ana Julia: Laut Gutachten starb sie eines natürlichen Todes
Am Sonntag, dem 24. März 2024, wurde die Anakonda Ana Julia tot am Ufer des Formoso-Flusses bei Bonito gefunden. Die Schlange war aus Dokumentationen und Videos im Internet bekannt. Führer vor Ort vermuteten zunächst, sie sei erschossen worden, die Umweltpolizei fand bei der ersten Untersuchung aber keine Einschusslöcher (Quelle).
Freek Vonk bezeichnete ihren Tod als schweren Schlag für die Artenvielfalt (Quelle).
Das Gutachten der Polizei brachte Klarheit: Am Kopf fanden die Gutachter keine Fraktur, eine gewaltsame Tötung schlossen sie aus. Ana Julia starb eines natürlichen Todes (Quelle).
Freek Vonk: Im Juni 2023 schwamm er mit Ana Julia im Fluss
Der niederländische Biologe Freek Vonk begegnete Ana Julia im Juni 2023 im Formoso-Fluss und schwamm neben ihr. Die Aufnahmen verbreiteten sich im Internet (Quelle).
Artenschutz: Rund eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht
Anakondas sind als große Räuber Teil des Gleichgewichts in ihren Ökosystemen.
Nach dem Weltbiodiversitätsrat IPBES sind rund 1 Million der geschätzt 8 Millionen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Besonders hoch ist der Anteil bei Amphibien (über 40 Prozent), riffbildenden Korallen (fast ein Drittel) und Meeressäugetieren (über ein Drittel) (Quelle). Der Schutz der Biodiversität ist daher sehr wichtig.
Fazit: Ana Julia wurde nicht erschossen
Beim Tod der Anakonda Ana Julia 2024 wurde zunächst vermutet, sie sei erschossen worden. Laut Gutachten starb sie eines natürlichen Todes.
Die Nördliche Grüne Anakonda selbst ist unter Fachleuten umstritten und wird derzeit vorläufig wieder zur Großen Anakonda gerechnet.


