Zeitundwelt.de

Mexikanisch-amerikanische Beziehungen im 19. Jahrhundert

23.02 2017|Geschichte

Der Bau der Mauer an der Grenze an Mexiko wird den USA von 2,6 bis 3,5 Milliarden Dollar kosten, wer hat das zu bezahlen?

I. Ein wenig Gesichte der mexikanisch-amerikanischen Beziehungen:

Als Mexiko zwischen 1810 und 1822 seine Unabhängigkeit von Spanien errang, entwickelten sich einerseits Konflikte um Texas und andererseits Handelskontakte zwischen St. Louis und Santa Fe auf dem Santa Fe Trail.

Amerikanische Pelzhändler drangen über den Hauptkamm der Rocky Mountains in formal mexikanisches Gebiet vor, das aber weit außerhalb der realen Reichweite der mexikanischen Staatsmacht lag.
1847 gründete die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) auf ebenso formal mexikanischem Gebiet ihre Stadt Salt Lake City und ihr Territorium Deseret, aus dem der spätere US-Bundesstaat Utah hervorgehen sollte.

Die Konflikte eskalierten um Texas und Kalifornien im mexikanisch-amerikanischen Krieg von 1846 bis 1848, in dem Mexiko massive Gebietsverluste hinnehmen musste: Seine Provinzen Alta California und Santa Fe de Nuevo México gingen an die USA. Die dadurch entstandene Grenzlinie wurde 1853 durch den Gadsden-Kauf nur noch geringfügig zugunsten der USA geändert.

Nach mehreren Grenzverletzungen durch den mexikanischen Milizionär Pancho Villa entsandten die Vereinigten Staaten 1916 ein Expeditionscorps unter der Leitung von John J. Pershing zur später sogenannten Mexikanische Expedition. Die Operation erzielte einzelne militärische Erfolge, war aber politisch ein Fiasko. Der Einmarsch von US-Truppen diente den Rebellen um Villa als Motivation und wurde zu einem diplomatischen Konflikt mit Mexiko-Stadt. Mit dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg 1917 wurden die Truppen aus Mexiko abgezogen und General Pershing zumOberbefehlshaber der US-Einheiten in Europa ernannt.

II. Mauer an der Grenze zwischen Mexiko und den USA

Am 25. Januar 2017 hat der US-Präsident Donald Trump Erlasse zum Schutz der Staatsgrenze und zur Einwanderung unterfertigt, meldet Associated Press. Sie sehen eine Verschärfung der Migrationspolitik sowie die Errichtung einer "massiven physischen Barriere" an der Grenze zu Mexiko vor. Darüber hinaus werden den so genannten Asylstädten, in denen illegale Migranten wegen Verletzung des Einwanderungsrechts nicht strafrechtlich verfolgt werden, ihre Bundeszuschüsseentzogen.

Die Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko ist 3144 Kilometer(1954 Meilen) lang. Sie verläuft zwischen San Diego (Kalifornien) und Tijuana (Baja California) im Westen sowie zwischen Matamoros (Tamaulipas) und Brownsville (Texas) im Osten. Dabei durchläuft sie etwa in Ost-West-Richtung eine Vielzahl an Landschaften, die zwischen Großstädten und unwirtlicher Wüste kontrastieren. Östlich von El Paso (Texas) und Ciudad Juárez (Chihuahua) folgt die Grenze dem Verlauf des Rio Grande bis zum Golf von Mexiko. Westlich dieser Grenzsektion, die in einem binationalen Ballungsgebiet liegt, verläuft die Grenze quer durch die Sonora- und die Chihuahua-Wüsten, das Coloradodelta und den nördlichsten Punkt der niederkalifornischen Halbinsel bis zum Pazifischen Ozean..

Die Grenze ist eine der weltweit am häufigsten überquerten Grenzen. Die Grenze zwischen den USA und Mexiko mit ihren 20 Übergängen verläuft entlang 4 amerikanischer und 6 mexikanischer Bundesstaaten. Im Jahr 2016 wurden knapp 600 000 legale Überquerungen gezählt. Illegale Einwanderungen in die USA ist ein ständiges Thema in den Grenzgebieten. Der bestehende Grenzzaun wird auf Beschluß des Senats der Vereinigten Staaten vom Mai 2006 hin auf eine Länge von 1.125 Kilometer erweitert. Die Zahl der Menschen, die beim Versuch die Grenze illegal zu überschreiten sterben, wird auf 250 bis 500 jährlich geschätzt.

Neben dem Einreiseverbot für Staatsbürger aus sieben Ländern hatte US-Präsident Donald Trump auch angekündigt, härter gegen illegale Einwanderer vorzugehen. Bei landesweiten Razzien wurden mehrere Hundert Menschen festgenommen und zum Teil bereits abgeschoben. Eine Frau hatte sogar 22 Jahre ohne Aufenthaltsgenehmigung in den USA gelebt.

Trotz allen Schwierigkeiten bei der Überquerung der amerikanisch- mexikanischen Grenze suchen die Mexikaner Wege die Grenze zu überschreiten, um Arbeit in den USA zu finden. Möglichkeiten dafür bieten ihnen die sogenannten „Schleuser“, Menschen, die bereit sind, den Mexikanern diese Probleme lösen zu helfen. Jeden Tag bringt der Schleuser eine Person auf die andere Seite des Zauns an der Grenze. Die billigste Variante liegt über die Berge zu Fuß. Die andere Variante ist einen falschen Paß machen lassen. Beide Varianten sind Verbrechen und kosten dabei Geld. Mit dem Bau einer anderen Mauer wird dieses Problem nicht gelöst, meinen sowie Mexikaner als auch Amerikaner, wird nur Geld asgeworfen und Trump wird mit diesem Mauerbau scheitern.

Die Grenze ist eine der weltweit am häufigsten überquerten Grenzen. Illegale Einwanderungen in die USA ist ein ständiges Thema in den Grenzgebieten.
Interessante Nachrichten und Ereignisse

 302 
  Komentar
YouTube video
Bilder
Aufstellen