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Nur in Rußland gibt es eine Atomeisbrecher-Flotte

01.04 2017|Technik

Das einzige Land mit einer Flotte von Atomeisbrechern heißt Rußland. Der Atomeisbrecher ist ein Seeschiff mit einem Kerntriebwerk, speziell für Einsatz in eisbedeckten Gewässern gebaut. In der Sowjetunion wurden sie für die Navigation in den kalten Gewässern der Arktis entwickelt.

Nukleare Eisbrecher sind viel leistungsfähiger als diese mit Dieseltriebwerk. Ein großer Vorteil des Atomeisbrechers besteht darin, daß es keine Notwendigkeit für regelmäßiges Tanken gibt, die bei der Navigation im Eis erforderlich ist. Alle atomangetriebene Eisbrecher haben eine elektrische Übertragung an die Propeller.

Alle 10 Atomeisbrecher der Welt (obwohl einer von ihnen in der Tat kein Eisbrecher sondern ein Atomleichter mit Atomeisbrechernase ist) wurden in der Sowjetunion und in Russland entwickelt. Folgende Eisbrecher sind zur Zeit außer Betrieb: Lenin (1959), Arktis (1975), Sibirien (1977), Rußland (1985) und Sowjetunion (1990).

Im Betrieb sind heute fünf Atomeisbrecher:

Sevmorput

"Sevmorput" (1988) ist ein Transportschiff von Eisklasse. Vorübergehend 2007 außer Betrieb genommen, 2012 verschrottet und dann wiederhergestellt. Seit 2016 wieder in Betrieb genommen.

Taimyr

"Taimyr" (1989). Ihm wurde das Dampferzeuger-Ersatzverfahren durchgeführt und die Lebensdauer bis zu 175.000 Stunden verlängert.

Waigatsch

"Waigatsch" (1990). Ihm wurde auch das Dampferzeuger-Ersatzverfahren durchgeführt und die Lebensdauer bis zu 175.000. Stunden verlängert.

Jamal

"Jamal" (1993) wurde ursprünglich als "Oktoberrevolution" gegründet. Entwickelt, um glatte Eisdicke von 2,5bis 2,9 Meter bei einer konstanten Geschwindigkeit von 1-2 Knoten zu überwinden.

50 Jahre des Sieges

"50 Jahre des Sieges " (2007). Dieser Eisbrecher ist ein modernisiertes Projekt von nuklearen Eisbrechern "Arktis der zweiten Reihe. Er ist der zweitkräftige Eisbrecher der Welt. Ursprünglich wurde er unter dem Namen "Ural"gebaut.

Fast alle diese Schiffe wurden an den Admiralitätswerften und der Ostseewerft in Leningrad gebaut. Zwei Eisbrecher "Waigatsch" und "Taimyr" wurden bei Wärtsilä-Werft in Finnland gebaut und dann nach Leningrad transportiert, um Kernreaktoren zu installieren. Der Atomleichter "Sevmorput" wurde im Kertsch-Werk "Zaliv" gebaut.

Eisbrecher der Eisklasse "Arktis" sind die Basis der russischen Atomeisbrecherflotte. 6 von 10 atomangetriebenen Eisbrechern sind in der Klasse "Arktis". Da diese Eisbrecher 30 Jahre lang gebaut wurden, gibt es einige Unterschiede zwischen ihnen. In der Regel sind neue Eisbrecher schneller, leistungsfähiger und erfordern für ihren Betrieb, Instandhaltung und Wartung weniger Menschen.

Normalerweise haben Eisbrecher der Eisklasse "Arktis" viele Annehmlichkeiten für die Besatzung: ein Schwimmbad, eine Sauna, einen Kinosaal, einen Fitnessraum, eine Bar, ein Restaurant, eine Bibliothek und einen Volleyballplatz.

Alle Atomeisbrecher dieser Klasse können zwei Hubschrauber tragen, die speziell für komplexe Flüge oder touristische Kreuzfahrten notwendig sind. Solche Atomeisbrecher werden verwendet, um Fracht- und andere Schiffe auf dem Nördlichen Seewege zu begleiten und zu unterstützen. Der Nördliche Seeweg umfasst die Barents-, Pechora-, Kara-, Laptevsee, die Ostsibirische See und die Beringstraße. Die wichtigsten Häfen auf dem Weg sind Dixon, Tiksi und Pevek.

Zwei Atomeisbrecher "Taimyr" und "Waigatsch" (benannt nach den gleichnamigen Forschungsschiffe der russischen Kriegsmarine), wurden speziell für die flachen Gewässer gebaut und können in den Mündungen verwendet werden. Sie begleiten Schiffe mit Metall aus Norilsk und Schiffe mit Holz und Erz aus Igarka nach Dickson. Diese Atomeisbrecher können auch als Feuerlöschschiffe verwendet werden.

Atomeisbrecher werden häufig für wissenschaftliche Zwecke verwendet. Der Eisbrecher "Arktis" war das erste Oberflächenschiff, das den Nordpol 1977 erreichte. Seit 1989 sind einige von atomangetriebenen Eisbrechern für touristische Ausflüge genutzt, vor allem Nordpol zu erreichen.

Im Winter schwankt die Eisdicke im Eismeer von 1,2 bis 2 Meter, und an einigen Stellen erreicht sie 2,5 Meter. Atomeisbrecher sind der Lage, in mit Eis beschichteten Gewässern mit einer Geschwindigkeit von 20 km / h (11 Knoten) zu laufen und in eisfreien Gewässern sind das etwa 45 km / h (25 Knoten).

Nukleare Eisbrecher sind viel leistungsfähiger als diese mit Dieseltriebwerk. Ein großer Vorteil des Atomeisbrechers besteht darin, daß es keine Notwendigkeit für regelmäßiges Tanken gibt, die bei der Navigation im Eis erforderlich ist. Alle atomangetriebene Eisbrecher haben eine elektrische Übertragung an die Propeller.
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